Vorarlberg: Das Montfortquartier in Feldkirch
Was macht das Montfortquartier in Feldkirch so besonders – und warum zieht es Familien, Kreative und Zugezogene gleichermaßen an?
Kurz & knapp
Das Quartier rund um die Montfortgasse in Feldkirch verbindet historische Bausubstanz mit urbaner Alltagstauglichkeit – es gilt als eines der lebendigsten und durchmischtesten Wohnviertel der Stadt.
Das Viertel rund um die Montfortgasse in Feldkirch: Warum dieser Ort mehr ist als eine gute Adresse
Wer Feldkirch kennt, denkt zuerst an die mittelalterliche Altstadt, den Schattenburg-Hügel und die engen Gassen rund um den Marktplatz. Aber ein paar Gehminuten östlich des historischen Kerns liegt ein Quartier, das in der Vorarlberger Immobiliendiskussion oft unterbewertet wird: das Viertel rund um die Montfortgasse. Es ist kein Ort, der durch spektakuläre Architektur oder einen einzigen großen Entwickler definiert wird — sondern durch jahrzehntelang gewachsene Strukturen, die heute genau das bieten, wonach viele Wohnungssuchende vergeblich googeln: echte Alltagstauglichkeit.
Was macht dieses Feldkircher Viertel konkret besonders?
Der Reiz liegt in der Schichtung. Entlang der Montfortgasse und der angrenzenden Straßen stehen Gründerzeitbauten mit hohen Decken und breiten Treppenhäusern Schulter an Schulter mit Mehrfamilienhäusern jüngerer Baujahre — und gelegentlich findet sich dazwischen ein zeitgenössischer Neubau, der zeigt, dass Feldkirch auch im Bestand baulich weiterdenkt. Diese Mischung ist kein ästhetischer Zufall, sondern Ausdruck einer Stadt, die nie komplett abgerissen und neu gebaut hat.
Wer hier aufgewachsen ist, kennt die kurzen Wege: zur Grundschule, zum Bäcker an der Ecke, zur Ill und damit in wenigen Minuten in die Altstadt. Wer zugezogen ist — aus dem Rheintal, aus Deutschland oder der Schweiz — schätzt vor allem die Bahnhofsnähe. Von Feldkirch aus bestehen gute Verbindungen nach Bregenz, ins Rheintal und über die Grenze; konkrete Fahrzeiten hängen von Verbindung und Tageszeit ab.
Wer wohnt hier?
Das Viertel ist ausgesprochen durchmischt — und das ist ein echtes Qualitätsmerkmal, nicht nur eine sozialpolitische Phrase. Familien mit Kindern wählen es wegen der kurzen Schulwege und der vergleichsweise ruhigen Nebenstraßen. Ältere Eigentümer haben ihre Wohnungen oder Häuser oft seit Jahrzehnten und wechseln selten. Dazwischen: Mieter in Mehrfamilienhäusern, junge Paare in sanierten Altbauwohnungen, Pendler, die den Kompromiss zwischen Zentrumsnähe und Bezahlbarkeit suchen.
Diese Durchmischung sorgt dafür, dass das Viertel keine überhitzte Gentrifizierungsdynamik entwickelt hat — zumindest nach dem Eindruck, den die Baustruktur und die gewachsene Nachbarschaft vermitteln. Es bleibt ein Ort, an dem man noch Nachbarn kennt.
Wie hat sich das Quartier über die Jahre verändert?
Langsam, und das ist als Lob gemeint. In Vorarlberg ist es keine Seltenheit, dass Quartiere durch einzelne große Investitionen ihren Charakter schlagartig verändern. Hier dominiert stattdessen die kleinteilige Entwicklung: eine sanierte Fassade hier, ein aufgestocktes Dachgeschoss dort, gelegentlich ein Neubau auf einer Baulücke. Das Ergebnis ist ein Viertel, das städtebaulich gereift wirkt, ohne sein Gesicht verloren zu haben.
Sichtbar ist auch, dass entlang der bahnhofsnahen Straßen Gebäude mit Mischnutzung entstanden sind — Erdgeschossnutzungen für Gewerbe oder Dienstleistung, Wohnungen in den Obergeschossen. Eine Bauform, die in Vorarlberg als Reaktion auf knappe Flächen und hohe Baukosten zunehmend verbreitet ist.
Was Kaufinteressierte wissen sollten
Altbauwohnungen mit Substanz werden dem Standort entsprechend bewertet — wer hier kauft, sollte den Energieausweis genau lesen. Gründerzeitbauten mit ungedämmten Außenwänden können hohe Betriebskosten bedeuten, auch wenn das Gebäude äußerlich makellos wirkt. Für eine belastbare Einschätzung des aktuellen Preisniveaus empfiehlt sich die Konsultation eines ortskundigen Maklers oder aktueller Marktberichte, da sich die Vorarlberger Immobilienmärkte in den vergangenen Jahren spürbar bewegt haben.
Was für das Viertel spricht: Die Zentrumsnähe und die gewachsene Infrastruktur machen es zu einer langfristig nachgefragten Lage — weniger ein Ort für kurzfristige Renditekalkulationen, mehr einer für Menschen, die in Feldkirch nicht nur wohnen, sondern ankommen wollen.
Das Viertel rund um die Montfortgasse ist kein Quartier für Renditerechner auf dem Papier. Es ist ein Ort für Menschen, die in Feldkirch dauerhaft heimisch werden wollen — mit allem, was dazugehört.
Häufige Fragen
Warum ist das Viertel rund um die Montfortgasse in Feldkirch so beliebt?+
Es kombiniert kurze Wege in die Altstadt mit einer gewachsenen Nachbarschaftsstruktur, ruhigen Wohnstraßen und einer guten Durchmischung aus Familien, älteren Bewohnern und jüngeren Zuzüglern.
Für wen eignet sich das Wohnen in diesem Feldkircher Viertel besonders?+
Für Familien wegen der nahen Schulen und Grünflächen, aber auch für Berufstätige, die Feldkirchs Zentrumsnähe und die gute Bahnanbindung ins Rheintal und nach Bregenz schätzen.
Wie hat sich das Viertel baulich entwickelt?+
Es zeigt einen typischen Vorarlberger Mix: Gründerzeitbauten treffen auf jüngere Nachverdichtung, ergänzt durch einzelne zeitgenössische Bauprojekte. Eine kleinteilige, schrittweise Entwicklung prägt das Bild.
Wie bewertet sich das Viertel preislich innerhalb Feldkirchs?+
Altbauwohnungen mit Substanz werden dem Standort entsprechend bewertet. Als pauschale Preisaussage lässt sich ohne aktuelle Marktdaten wenig sagen – eine lokale Einschätzung durch einen ortskundigen Makler ist empfehlenswert.
Wie ist die Verkehrsanbindung in diesem Feldkircher Viertel?+
Die Bahnhofsnähe ermöglicht direkte Verbindungen ins Rheintal und in die Landeshauptstadt. Innerhalb Feldkirchs ist vieles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.